Medifix Ratgeber

Wenn Gesundheits-Apps deine Medikamentendaten verkaufen

Verbraucherschützer und Datenschutzbehörden weisen seit Jahren auf dasselbe Muster hin: Gesundheits- und Wellness-Apps gehören zu den Kategorien, die am häufigsten Nutzungsdaten an Werbenetzwerke, Analysefirmen oder Datenmakler weitergeben — meist über eingebundene Werbe- und Analyse-Bibliotheken, tief in den Nutzungsbedingungen versteckt, und für die meisten Nutzer im Alltag unsichtbar.

Auf einen Blick

Wirkstoffname, Dosierung und Einnahmezeitpunkt sind keine harmlosen Nutzungsdaten — sie lassen Rückschlüsse auf Diagnosen zu und gelten nach Art. 9 DSGVO als besondere Kategorie personenbezogener Daten. Medifix speichert diese Daten ausschließlich verschlüsselt auf dem Gerät und gibt sie standardmäßig an niemanden weiter.

Das Problem: Medikamentendaten sind keine gewöhnlichen Nutzungsdaten

Bei einer Fitness-App mag die Weitergabe von Schrittzahlen an einen Werbepartner ärgerlich, aber selten folgenschwer sein. Bei einer Medikamenten-App liegt der Fall anders: Wirkstoffname, Dosierung und Einnahmezeitpunkt erlauben in vielen Fällen direkte Rückschlüsse auf Diagnosen — etwa bei Psychopharmaka, HIV-Medikation, Diabetes-Präparaten oder Fruchtbarkeitsbehandlungen. Genau diese Informationen zählen zu den "besonderen Kategorien personenbezogener Daten" nach Artikel 9 der DSGVO und unterliegen deshalb besonders strengen Anforderungen an Verarbeitung und Weitergabe.

Viele kostenlose Apps finanzieren sich jedoch genau über solche Daten — sie sind, zugespitzt formuliert, das eigentliche Produkt. Die Weitergabe passiert selten offensichtlich per Knopfdruck, sondern technisch im Hintergrund: über Werbe-SDKs, Tracking- und Analysebibliotheken, die "Personalisierung" oder "verbesserte Nutzererfahrung" versprechen, tatsächlich aber Profile über Nutzerverhalten und mitunter Gesundheitszustand aufbauen — Profile, die im Zweifel auch für Versicherungen oder Werbetreibende interessant sind.

Die Lösung: Daten bleiben lokal, verschlüsselt, beim Nutzer

Medifix ist von Grund auf so gebaut, dass es ohne einen Server auskommt, der Medikamentendaten sammelt. Alle Einträge — Medikamentenname, Dosierung, Zeitplan, Einnahmehistorie — werden in einer lokalen, AES-256-verschlüsselten Datenbank auf dem eigenen Gerät gespeichert. Es gibt kein Werbe-SDK, kein Tracking-Framework, keine Analysebibliothek, die diese Daten an Dritte weiterreicht. Standardmäßig verlässt kein Medikamenteneintrag das Gerät.

Ein Cloud-Backup gibt es bewusst nicht. Wer eine Sicherung möchte, bekommt eine verschlüsselte Backup-Datei, die in einem Ordner auf dem eigenen Gerät landet und mit einer selbst gewählten PIN geschützt ist. Ob diese Datei jemals irgendwo anders hinwandert, entscheidet allein der Nutzer — hochgeladen wird von der App aus nichts. Alle Daten lassen sich jederzeit exportieren oder vollständig löschen, ohne Rückfrage bei einem Support-Team. Details dazu stehen transparent in der Datenschutzerklärung, einschließlich der wenigen optionalen Funktionen, die überhaupt eine Verbindung zu einem Server herstellen.

Für wen das besonders wichtig ist

Grundsätzlich betrifft das jeden, der eine App mit Gesundheitsdaten nutzt — besonders spürbar wird es aber bei Diagnosen, die gesellschaftlich noch mit Stigma behaftet sind oder deren Bekanntwerden reale Nachteile bedeuten kann: psychische Erkrankungen, HIV, Suchterkrankungen, aber auch scheinbar unauffällige Fälle wie eine geplante Schwangerschaft. Wer sich bei genau diesen Themen nicht darauf verlassen möchte, dass eine App im Hintergrund Profile für Werbenetzwerke erstellt, braucht eine Architektur, die eine Weitergabe technisch unmöglich macht — nicht nur ein Versprechen im Kleingedruckten.

So fühlt sich das in der Praxis an

Jetzt Medifix herunterladen

Medifix ist kostenlos und direkt auf Google Play und im App Store verfügbar — die Medikamentendaten bleiben von Anfang an auf dem eigenen Gerät.

Weiterlesen im Ratgeber

Mehr über alle Funktionen von Medifix gibt es auf der Medifix-Übersichtsseite, weitere Artikel im Medifix Ratgeber, Antworten auf technische Fragen im Support-Bereich.